Wer schneller laufen will, muss einfach mal schneller laufen!

Oder etwa doch nicht?

Man kennt ja den oben genannten Spruch und nimmt sich den als Laufanfänger doch mal zu Herzen. Nach einiger Zeit wundert man sich dann, warum man immer noch so schnell schlapp macht und keine Distanz gewinnt.

Genau dafür habe ich mir vor einer Woche einen Pulsmesser besorgt, damit ich mich mal ein bisschen kontrollieren kann. Dieser Pulsmesser genauer gesagt der Sigma PC 25.10 (Testbericht folgt noch) zeigt einem die Herzfrequenz sowie den prozentualen Anteil dieser Herzfrequenz zu der jeweiligen maximalen Herzfrequenz (HFmax) an.

Also lief ich los und schon nach den ersten Meter fing das Ding wie wild an zu piepen. Ein kurzer Blick verriet mir, dass meine Herzfrequenz mit 170bpm (>80% von HFmax) schon viel zu hoch lag. Ich versuchte sie durch langsameres Laufen niedriger zu bekommen, was mir aber kaum gelang. So lief ich mehr oder weniger fröhlich mit einem piependen Pulsmesser an meinem Arm meine kleine 3,5km kurze Trainingsstrecke entlang.

Nachdem ich nun fertig geduscht vor dem Computer saß wollte ich nun wissen, ob mit mir noch alles in Ordnung ist oder ob ich mich gleich einweisen lassen sollte. Im Internet las ich dann von Niedrig- und Hochpulsern, die es beim Sport gibt. Mir kam kein Zweifel – ich musste einer von diesen Hochpulsern sein und lief meine nächste Trainingsstrecke – diesmal 5,55km – in dem selben Tempo und bekam sogar noch höhere Spitzenwerte von 176bpm angezeigt.

Dies gab mir dann aber noch mehr zu Denken, weil ich an manchen Steigungen wirklich fast schlapp machte. Ich musste einfach irgendwas falsch machen – also suchte ich nach dem Training wieder im Internet nach Rat.

Und so fand ich ein paar sehr interessante Artikel über das Thema Grundlagenausdauer, in denen einstimmig stand, dass man diese Ausdauer nur durch langsamere Läufe und vor allem niedrigere Herzfrequenzen verbessern kann.

Also legte ich es gestern mal drauf an und zwang mich ein gutes Stück langsamer zu Laufen und siehe da – es waren Werte um die 150bpm auf meiner Pulsuhr zu sehen. Ich war zwar bei der ersten Steigung skeptisch ob dies auch so bleiben würde, aber mit etwas Geschick klappte es diese niedrigeren Frequenzen zu halten.

6 Minuten später als sonst, aber stolz wie ein Honigkuchenpferd kam ich nun nach 5,55km wieder zu Hause an und hätte, wenn es der Regen nicht so uninteressant gemacht hätte, glatt noch weiter laufen können – nächst längere Trainingsstrecke ich komme!

Hier mal zum Vergleich die Daten von den beiden Läufen.

runalyze.de5,6 km Dauerlauf am 17.09.2012

40:007:12/km168bpm30 hm

http://run.joernbrauns.de/shared/3

runalyze.de5,6 km Dauerlauf am 18.09.2012

46:008:17/km153bpm30 hm

http://run.joernbrauns.de/shared/4

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