Studentenstadt ohne vernünftige DSL-Abdeckung?

Ja, das gibt’s! Und zwar in Clausthal-Zellerfeld mit freundlicher Unterstützung der Telekom!

Aber warum komme ich überhaupt auf die Idee dieses Thema anzusprechen? Ganz einfach. Wir wollen nächstes Jahr von der Tannenhöhe (obere Markierung) in ein anderes Wohngebiet von Clausthal-Zellerfeld (untere Markierung) ziehen.

Wir haben uns also eine neue Wohnung ausgesucht und gemietet. Jetzt treffen wir schon langsam Vorbereitungen, wie zum Beispiel den Umzug unseres DSL-Anschlusses.

Bisher hatte ich eigentlich nur Ärger mit meinen jetzigen Internetanbieter 1und1. Dieser ging schon am Anfang damit los, dass meine Bestellung intern verloren ging und ich gut drei Monate an meinem Studienort überhaupt auf mein Internet warten musste.

Dann wurden aus dem versprochenen DSL 16.000 erstmal nur DSL 1.000, da wir, wie man auf der Karte sehr schön erkennen kann im nicht ausgebauten Gebiet wohnen. Nachdem hier aber ein neuer DSL-Verteiler in unserer Straße gesetzt wurde, konnte ich nach einem langen E-Mail-Telefon-Support-Kampf nun doch fast ein Jahr später DSL 10.000 empfangen.

Bei meinem jetzigen Wohngebiet konnte ich das verstehen, da ich hier wirklich weit ab wohne und wir nur eine sehr lange Straße im Wald sind, wie der Name Tannenhöhe schon vermuten lässt.

Doch nun ziehen wir wirklich mitten in ein schickes Wohngebiet in der Stadt, wo wirklich viel mehr Einwohner auf der gleichen Fläche sind. Deswegen war ich doch auch wirklich verwundert, dass uns dort nur noch bis zu DSL 6.000 versprochen wird, was bei zwei Personen und Online-Vorlesungsaufzeichnungen schon manchmal recht knapp werden kann. Gerade, da diese „bis zu“-Versprechen meist auf die Hälfte der eigentlichen Geschwindigkeit hinauslaufen.

Bei einer Studentenstadt hätte ich da wirklich eine bessere Daten-Infrastruktur erwartet! Ich komme eigentlich aus einem Dorf mit ungefähr 3.600 Einwohnern und dort haben wir schon seit vielen Jahren im Gesamten Ort DSL 16.000 zur Verfügung. Hier hat wohl entweder die Stadtverwaltung Clausthal-Zellerfelds, die sich eh nie einig ist oder die Telekom verschlafen und vorhandene Potential nicht ausgeschöpft.

Passende Beiträge zu der Uneinigkeit in der Verwaltung Clausthal-Zellerfelds findet man schon wöchentlich in der örtlichen Tageszeitung.

Zwar kritisiert schon unser Universitätspräsident die marode Infrastruktur Clausthal-Zellerfelds, aber der Rat scheint dieses Problem einfach nicht zu begreifen.

Auf mich als Student wirkt es jedenfalls so, dass der Clausthaler Stadtrat nicht die Wettbewerbsfähigkeit Clausthals gegenüber anderen Studentenstädten verbessert.

Vergessen wird dabei nur, dass Clausthal ohne die Technische Universität eine kleine Stadt mitten im Harz wäre, die unter einem sehr großen demografischen Problem leiden würde und sich jegliche Investoren vermutlich einen anderen Standort suchen würden.

Ich bin jedenfalls erstmal gespannt ob und was sich so in Clausthal in den nächsten Jahren ändern wird.

Vielleicht hat die Stadt auch schon den richtigen Schritt getan. In der Nebenstraße zu unserer neuen Wohnung ist jedenfalls die Straße aufgerissen und es werden neue Leitungen verlegt. Aber wahrscheinlich sind das nur andere Versorgungsleitungen. Man will ja nicht gleich zu viel von einem gespaltenem Stadtrat erwarten.

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