Semester(ferien) – Teil II

Nachdem ich mich vor ein paar Monaten sehr über die letzten Semesterferien beschwert habe ( Semester(ferien) – Jetzt wird es erst richtig stressig! ) finde ich es nur gerecht, wenn auch über die jetzigen entspannteren Semesterferien berichtet wird.

Clausthal-Zellerfeld – Anfang August

Wie jedes Mal kurz vor den Semesterferien kämpfen sich alle Studenten hier durch die Klausurenphase, bei der manche Klausuren noch in der Vorlesungszeit geschrieben werden und manche (zum Glück) erst in der Vorlesungsfreienzeit Hat man diese stressige Zeit jedoch überstanden kommt endlich die lang ersehnte Zeit der Erholung, in der man auch wieder für seine Hobbys und anderen Freizeitaktivitäten Zeit findet, in den Urlaub fährt oder einfach mal wieder einen Tag lang total unproduktiv entspannt.

Und dieses Mal ist es sogar wirklich so – zwei Wochen können wirklich komplett frei gestaltet werden, ohne irgendwelche Uni-Veranstaltungen. Danach geht es zwar langsam wieder mit einigen Tutorien für Klausuren oder den allgemeinen Klausurvorbereitungen los, aber erstmal kann wirklich wieder Kraft für das nächste Semester getankt werden.

Als Fazit einer ganzen Woche Freizeit kann ich schon sagen, dass ich so langsam auch wieder Lust habe mich auf die nächsten Klausuren vorzubereiten und nicht mehr so gestresst und genervt bin, wie in den letzten Semesterferien. Die Devise lautet jetzt für die nächsten Wochen: „Freizeit und Lernen im Wechsel“, was durchaus entspannend sein kann, wenn man nur früh genug anfängt.

Der Tipp also für die mitlesenden angehenden Studenten lautet, dass man ruhig einen Monat vor den nächsten Klausuren langsam mit dem Lernen anfangen sollte. Erstens prägt man sich den gesamten Stoff besser ein und zweitens kann man auch so ganz entspannt in der letzten Woche vor der ersten Klausur noch einen Ausflug machen, da man schon sehr gut vorbereitet ist. Die meisten Studenten, die diesen Tipp nicht beherzigen fangen meist 1-2 Wochen vor der ersten Klausur an und sind spätestens nach ein paar Tagen wieder so im Stress, dass es meist ein nicht wirklich produktives Lernen wird und die ganze Erholung wieder futsch ist.

3 Antworten auf „Semester(ferien) – Teil II“

  1. Hi,
    ich überlege auch, nächstes Jahr nach dem Abi Chemie zu studieren. Ist es wirklich so unmachbar, wie man es oft hört? Ich habe kein Problem, mich wirklich in eine Sache reinzuhängen und ich mag Chemie wirklich, ebenso kann ich mir nix besseres vorstellen, als später etwas in Richtung Chemie zu machen. MIt harter Arbeit hätte ich also kein Problem.
    Ebenso habe ich Angst vor den oft erwähnten VOrkenntnissen an Mathe und Physik. Ich bin im Mathe und Physik Abdecker, dort zwar relativ erfolgreich, dennoch habe ich Angst, den Ansprüchen nicht gerecht zu werden.
    Kannst du mir eine kleine AUskunft darüber geben? Ich wäre dir wirklich sehr dankbar.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Georg Kurze

    1. Hallo Georg,
      ich habe damals auch vor dem Abi überlegt, ob ich nicht Chemie studieren will und habe mich dann bewusst dagegen und für Chemieingenieurwesen/Verfahrenstechnik entschieden. Dieser Studiengang ist ganz grob gesagt eine Mischung aus Chemie und Maschinenbau, also wahrscheinlich etwas mehr in die mathematisch-physikalische Richtung orientiert, als pure Chemie. Solange du Spaß an Chemie hast und vielleicht sogar im Chemieleistungskurs bist hast du schonmal super Vorraussetzungen für den chemischen Aspekt im Studium. Zumindest hier in Clausthal sind deine mathematischen Vorkenntnisse recht egal, alles was du können musst wird dir in einem Vorkurs bzw. in der Vorlesung direkt von Anfang an beigebracht. Wie Integrieren und Ableiten geht, oder was eine Exponentialfunktion sollte man aber bestenfalls schonmal gehört haben. Aber auch wenn nicht, in den ersten zwei Semestern wird einem das alles nochmal vorgekaut ;).
      Als richtiger Chemie-Student musst du dich aber leider damit anfreunden, dass du oft in der vorlesungsfreien Zeit im Labor stehen wirst und deine Praktika absolvierst, für die du dann im Anschluss Protokolle abgeben musst. Hierbei steht dann auch mehr die Chemie, als die Mathematik oder die Physik im Vordergrund. Im Großen und Ganzen wären aber physikalische Grundkenntnisse nicht schlecht für manche andere Vorlesung, wie zum Beispiel Experimentalphysik. Da ich leider nach der 10. Klasse Physik abgewählt habe, ist es mir noch nicht gelungen dieses Fach erfolgreich abzuschließen, da ich noch keine Zeit gefunden habe den benötigten Stoff nachzuarbeiten. Sobald aber mal ein paar Wochen Luft sind, werde ich diese Lücke schließen und mich an der Klausur versuchen.
      Wie du siehst sind auch ein paar Lücken in der schulischen Vorbildung kein Problem, das nicht mit ein bisschen Nacharbeit gelöst werden kann.Das wichtigste ist wirklich der Spaß an dem Themengebiet.

      Hier an der TU-Clausthal stehen auf der Website auch alle Studienpläne für die jeweiligen Studiengänge zum Download bereit. Für das reine Chemie-Studium wäre es dann dieser hier: https://www.studium.tu-clausthal.de/fileadmin/Modellstudienplaene/MSP_Chemie_B.Sc_ab_WS_13_14.pdf

      Ich hoffe, dass ich Dir ein bisschen weiterhelfen konnte und deine Fragen bezüglich der Vorkenntnisse geklärt sind. Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung!

      Gruß,
      Jörn

  2. Hi Jörn,
    super, dass du so schnell geantwortet hast! Vielen Dank! Tatsächlich sind nun schon eigentlich alle meine Fragen beantwortet.
    Ja ich bin auch selber im Chemie-LK und habe auch das Gefühl, besonders durch einen strengen Lehrer, gut auf alles vorbereitet zu sein, da wir jedes Teilgebiet der Chemie ausführlich behandeln. Ich weiß, dass es im Studium nochmal eine völlig andere Dimension ist, aber gute Grundlagen können ja nie schaden :-)
    Von den langen Tagen im Labor und unzähligen Praktika habe ich auch schon viel gelesen, doch ist eigentlich gerade auch das ein Grund, der für mich persönlich das Chemiestudium attraktiver macht, da es so praktisch ist. Ich stelle es mir auch als hilfreich vor, theoretisches Wissen direkt in der Praxis anwenden zu können.
    Nun fühle ich mich auch erleichtert, was die physikalischen und mathematischen Grundkenntnisse angeht! Durch die angebotenen Vorkurse kann man erfordertes Wissen gut nachholen und sich mit Anderen darüber verständigen.

    Vielen Dank nochmal!
    Georg

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