Freitag – F12 Dragnet

Freitag-Taschen sind seit einiger Zeit schon vielen Studenten ein Begriff, doch meist schreckt der etwas teurere Preis im Vergleich zu anderen Umhängetaschen ab. Dieser Testbericht soll meine zweijährige Erfahrung mit einer solchen Designer-Tasche darstellen und wie nützlich durchdachte Funktionen im Alltag helfen können.

Vor etwa zwei Jahren stand ich kurz vor dem Beginn meines Studiums vor der Entscheidung welche Tasche wohl der nützlichste Begleiter für mich sein würde. Einen normalen Rucksack fand ich irgendwie langweilig, jedoch waren normale Umhängetaschen zu unpraktisch beim Fahrradfahren. Irgendwann stieß ich dann endlich auf die Marke Freitag mit ihren sehr individuellen und funktionalen Taschen aus gebrauchten LKW-Planen, Sicherheitsgurten und Fahrradschläuchen. Ich war von Anfang an sehr angetan und machte mich auf nach Hannover in einen kleinen Laden, der einige dieser schicken Taschen auf Lager hatte. Nach einigem Probieren entschied ich mich schnell für die F12 Dragnet, da sie erstens als Tasche für Studenten empfohlen wird und zweitens mit damals noch 165€ gerade noch so in mein Budget gepasst hat. Der nächste Schritt war dann die Auswahl der richtigen Farbe. Da die meisten Taschen sehr bunt gehalten waren, fand ich sie nicht so ansprechend und meine Auswahl wurde schon kleiner. Nachdem die sehr nette Verkäuferin aus dem Lager noch ihre neueste Lieferung geholt hatte, war klar, DAS ist meine Tasche.

Die F12 Dragnet ist ein Klassiker der Messenger Bags und stellt die zweit kleinste Variante mit ihren unvergrößerten 14,2 Litern dar. Ausgeklappt fasst sie sogar 21,3 Liter womit nach meinen Erfahrungen sogar ein kleiner Einkauf zu schaffen ist, auch wenn man seine Uni-Sachen noch mit dabei hat.

In den zwei Jahren Benutzung gewöhnt man sich aber schnell daran, dass Fassungsvermögen kein Problem mehr darstellt. Am meisten freut man sich aber über den total praktischen Bauchgurt der beim Fahrradfahren die Tasche in ihrer Position hält und somit die Sicherheit im Straßenverkehr enorm erhöht. Wie oft sieht man hier neidische Blicke von Leuten die mitten auf einer Kreuzung mit ihrer Umhängetasche kämpfen, die ungewollt ihre Position verändern will. Außerdem ertragen Freitag-Taschen dank ihrer äußerst robusten Materialien nahezu jedes Wetter und jeden noch so dreckigen Hörsaal besser als ihre Mitstreiter; nach zwei Jahren einfach mal mit einem feuchten Tuch drüber wischen und die Tasche sieht wieder aus wie neu. Der used Look wir eher mit jedem Nutzungstag noch verschönert.

Zusammenfassend kann ich also den Test einer Freitag-Tasche für den alltäglichen Uni-Einsatz nur empfehlen, wenn man bereit ist etwas mehr Geld auszugeben, da leider aufgrund der steigenden Popularität der Preis dieser Variante mittlerweile auf 180€ gestiegen ist. Andererseits kosten viele so wasserdichte und robuste Taschen anderer Hersteller meist auch nicht viel weniger. Zusätzlich zum praktischen Bauchgurt hat man außerdem ein Unikat in der Hand, dessen Wiederverkaufswert ähnlich wie bei Apple-Produkten nicht so schnell sinkt.

Bei Fragen und weiteren Anregungen schreibt gerne ein Kommentar oder stellt mal eure aktuelle Uni-Tasche vor!

15 Antworten auf „Freitag – F12 Dragnet“

    1. In den kleinen hinteren Teil der Tasche würde ein 13″ Macbook Pro ohne Schutzhülle bestimmt gerade so passen. Den Platz benutze ich aber eher für einen DIN-A4 Notizblock. Meistens transportiere ich mein 13″ Macbook Air in einer zusätzlichen Neopren-Hülle im großen hinteren Teil – das passt locker und nimmt ungefähr die Hälfte des Platzes ein. Die Höhe und Breite der Tasche reicht aber auch genau für ein 13″ Macbook aus. Größere Geräte könnten aber kritisch werden, wofür ich dann eine F13 Top Cat oder eine F18 Rex empfehlen würde.

      1. Wow, vielen Dank für die flotte Antwort und auch vielen Dank für den Bericht hier!
        Die Rex, bzw der kleine Bruder die Joe hatte ich erst im Auge, allerdings habe ich in der Verkaufsstelle hier in Stuttgart feststellen müssen, dass die Tasche viel zu kurze Tragegurte besitzt, weswegen ich auch auf die Dragnet gekommen bin.
        Wenn das 13″ aber ganz gut passt, werde ich mich wohl für die Dragnet entscheiden, die Top Cat erscheint mir dann doch etwas zu groß für ne Flasche Wasser, ein Macbook und einen Block ;)

    1. Im normalen Zustand könnte es etwas eng werden, da der Ordner schon einen Großteil der vorhandenen Tiefe einnehmen würde. Im erweiterten Zustand könnte man natürlich noch in die Höhe stapeln, dann würde sogar mehrere Ordner gleichzeitig hinein passen. Für den Alltag würde ich aber eher zur etwas größeren Top Cat greifen, da mir persönlich das ständige Erweitern der Tasche zu nervig wäre.

      Ich habe es aber gerade mal mit meiner Dragnet ausprobiert und es würde sogar deine Kombination knapp passen, wenn du nur eine kleine Trinkflasche (0,5 L PET) und eine normale Brotdose (ca. 2 Brote) wählen würdest und deine Hefte ungefähr so breit wie ein voller Collegeblock (80 Blatt) wären.

      Ich hoffe, dass dir meine Informationen weiterhelfen konnten.

    1. Sie sind schon ziemlich teuer, gerade da im letzten Jahr die Preise noch etwas erhöht wurden. Man bezahlt halt zum einen die Tasche und zum anderen den Markennamen, ähnlich wie bei Apple-Produkten. Dafür halten Freitag-Taschen schon ziemlich lange und wenn mal etwas dran ist, kann man sie meist kostenlos direkt von Freitag reparieren lassen. Außerdem ist jedes Produkt aus benutzten LKW-Planen nunmal ein Unikat – keine sieht komplett gleich aus. Zusammengefasst sind die Preise von Freitag schon recht hoch, man bekommt aber auch viel für sein Geld.

  1. Hallo Joern, ich bin in Hannover auf der Suche nach einem Laden, der Freitag-Taschen führt. Hättest du da einen Tipp?
    Vielen Dank und viele Grüße! Andreas

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